01 rujna 2006

Urlaub auf dem Bauernhof 2

Willkommen beim zweiten Teil meiner Landurlaub-Odyssee. Im ersten Teil habe ich Euch beschrieben wie ich in der Filderklinik statt in Split auf dem Flughafen gelandet bin.

Meine Erinnerung an den ersten Tag ist auf wenige Tatsachen beschränkt. Ich weiß noch, daß an diesem Dienstag richtig was los war auf der Aufnahme. Ich wurde etliche Male zu verschiedenen Untersuchungen gefahren um danach wieder auf dem Ausgangspunkt zu landen - allerdings erstmal auf dem Flur. Von da hat man mich wieder ins Aufnahmezimmer gezogen sobald drin wieder ein Stellplatz frei war. Mein besonderer Dank gilt einer namenlosen Krankenschwester in blauer Krankenhausmontur die, mit schöner Regelmäßigkeit, die feuchten Tücher auf meiner Stirn gewechselt hat und mir so erheblich die Leiden gelindert hat. Später nutzte ich erste Gelegenheit mich Persönlich bei ihr zu bedanken.

Ich weiß nicht wie lange ich da schon gelegen habe bevor man mich auf die "normale" Krankenstation (4 - Innere) verlegt hatte. Die Freundin von mir, meine liebe Rie rief vom Flughafen Split an als sie festgestellt hatten, daß ich nicht da bin. Ich erklärte ihr was passiert ist und wünschte ihnen schönen Urlaub mit meinen Eltern. Ab da sind meine Erinnerungen an die erste Woche sehr verwischt, so als hätte man mir eine Milchglas-Brille aufgesetzt, alles ist verschwommen und ungeordnet, wie in Zuckerwatte eingewickelt... Wie ich später erfahren sollte, fing da der Virus in meinem Körper richtig an zu wüten, mischte die Blutwerte auf, so daß z.B. ein Muskelenzym mit Normalwert unter 190 U/l auf 70.000 U/l (!) stieg und in Folge dessen meine Nieren zu Versagen drohten! Die erhöhte Dosis Cortison die ich in den letzten Tagen eingenommen habe, hat mein Immunsystem nur geschwächt und so konnte der Virus schön machen was er will. Der Zustand anderer inneren Organe sah auch nicht rosig aus.

An die zwei Besuche meines Onkels in diesen Tagen kann ich mich sogar überhaupt nicht erinnern, zumindest nicht ihn getroffen zu haben. Die ersten zwei Nächte, sofern ich mit meiner Zeitrechnung richtig liege, habe ich fast gar nicht geschlafen weil ich das Zimmer mit einem Herren teilte der ununterbrochen Selbstgespräche führte. Meine Bitte in ein anderes Zimmer verlegt zu werden wurde harsch abgelehnt. Das war in diesen zwei Wochen das einzige Mal, daß ich nicht korrekt behandelt wurde. Was danach geschah, was man mit mir anstellte, wo ich alles war - vermag ich nicht mehr zu sagen. Ich erwachte aus meinem "Dornröschenschlaf" erst Ende der Woche wo es mit mir wieder etwas bergauf ging und stellte fest, daß meine Armbeugen voller Blutergüsse waren. Da hatte wohl jemand versucht meine gut versteckten Venen zu treffen.

Während dessen, die ganze Woche lang, saßen meine Eltern und meine Freunde wie auf heißen Kohlen auf unserer geliebten Insel. Aus dem was mein Onkel berichtet hatte war ihnen klar geworden - besonders meinem Vater der selber Arzt ist, daß ich im Sterben lag... Zum Glück war da der zweijährige Sohn meiner Freunde der sie von schlimmen Gedanken etwas abgelenkt hat. Unsere Eltern sind mittlerweile in die Phase gekommen wo sie sich Enkelkinder wünschen - so haben sie in diesen gut zwei Wochen einen gehabt.




Ich habe mir hinterher die Videoaufnahmen angeschaut, besonders wie der kleine Tomo meinem Vater beim Einbau einer Anhängerkupplung mitgeholfen hat *grins*...


Soviel für den zweiten Teil. Beim nächsten Mal erzähle ich Euch von einer „induzierten Psychose“, davon wie man im Krankenhaus noch paar schöner Tage verbringen kann und vom Bedürfnis mit jemandem zu reden.


Jetzt erstmal noch eine Runde - geht auf mich! Worauf trinken wir? Auf die Gesundheit natürlich…

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