11 rujna 2006

Heute die traurige Folge...

Am Mittwoch früh entschließ ich mich abzureisen, bevor sich meine Freunde zu arg an mich gewöhnt haben. Man soll schließlich dann Schluß machen als es am schönsten ist.

Da Rie mittwochs immer Unterricht gibt (habe ich schon erwähnt, daß sie in Karlsruhe an der Hochschule für Musik Klarinette studiert hat?) hat sie ihre Babysitterin bestellt. Meine einzigen Aufgaben bestanden darin, sich in sie Sonne zu setzten, sich unbemerkbar zu machen und später einen Tomaten-Mozzarella Salat zu machen. Diese junge Dame die Tomos Babysitterin ist, ebenfalls Japanerin, macht mit ihm diverse pädagogisch wertvolle Übungen, man muß doch recht früh damit anfangen wenn man sich die ganzen Buchstaben merken will! Um sie nicht dabei zu stören ging ich in den Garten, aß erstmal mindestens halbes Kilo von diesen gigantischen Brombeeren, dann dampfte ich eine und legte mich in die Sonne. So verbrachte ich fast den ganzen Vormittag, las noch aus einem Buch das mir meine Mutter geschickt hat um danach wieder vor sich hinzudösen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen - Tomo ist übrigens das einzige Kind das ich kenne mit einem riesigen Appetit auf rohe Tomaten, verabschiedete sich die Babysitterin. Bis zum Abend war nicht lange, ich packte meine sieben Sachen und verabschiedete mich von meinen Freunden - ach was, meiner Familie! Gegen 22:30 kam ich in Karlsruhe an. Am nächsten Tag ging ich zum Hausarzt.

Diese sechs Tage waren eine allzu große Entschädigung für den verpassten Urlaub, sie waren genau das was ich nach der relativen Einsamkeit im Krankenhaus gebraucht habe: aufgenommen in eine Familie, als ein Teil der Familie zu funktionieren, die lieben Menschen um mich herum zu haben... Das alles und noch mehr boten mir Rie, Alf und mein kleiner Bruder Tomo in diesen Tagen. Sie versprachen mich bald zu besuchen und ich versprach auch, sobald ich ein Verlängertes Wochenende zusammenbekomme gleich wieder vorbeizukommen. Leider hatte ich kein zweites Paar Schuhe dabei das ich bei ihnen lassen konnte, so wie sie ihre Badelatschen bei uns auf der Insel ließen - wie man bei uns glaubt, die Garantie auf jeden Fall wieder zu kommen...



Vielen Dank Rie, vielen Dank Alf, vielen Dank Tomo! Ich werde diese Zeit nie vergessen! Nächstes Jahr, das verspreche ich euch, werde ich die letzten zwei Wochen vor dem Urlaub mit einer Atemschutzmaske herumlaufen, werde mich gesund ernähren und kein Alkohol trinken :-) Dann klappt's 100%-ig mit gemeinsamen Urlaub!



So, Schluß für heute! Wir trinken noch eine auf die Freundschaft und dann Feierabend! Gute Nacht!

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